Ich erwähnte sie schon, die fette Hummel, die unseren Garten tyrannisiert. Heute ließ sie nicht von meinem Sohn ab, der daraufhin kreischend und weinend Schutz suchte.
Meinen Mann hat sie spät am Abend nicht nur mehrfach attackiert, sondern auch gestochen.
Ich dachte, Hummeln seien friedliebende, pelzige, knubbelige Wesen. Oder glaubt diese Hummel, der Garten gehöre ihr und wir wären eine Bedrohung? Vier bösartige, abartige Menschenwesen, die den Rasen mit einem lauten Gerät bearbeiten, mit Sand um sich schmeißen und Sträucher auf brutalste Art und Weise zerstümmeln? Ist sie die Vorsitzende der »Hummelistischen Gardenpeace-Vereinigung«, die gegen alles, was größer als ein Rabe ist, kämpfen – furchtlos und ohne Rücksicht auf Verluste? Raben, Elstern, Spatzen, Tauben, Libellen in zahlreichen Größen, Schmetterlinge, Marienkäfer, Schnecken, Regenwürmer … achja … und Kellerasseln bewegen sich nämlich mit Vorliebe in unserem Garten. Gegen die scheint die Hummel also nichts zu haben.
Leider ist der Uhu vom letzten Jahr nicht mehr da, der am Abend seinen Ruf durch die Hinterhofgärten schallen ließ. Bestimmt hat sie ihn vergrault … die Killerhummel.